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Bevorzugte Farbmaterialien sind Eitempera, Öl und Pastell, Acrylfarben und
darauf basierende Mischtechniken. Die Farbe als Ausdruck wird kraftvoll,
dicht, direkt und bewusst eingesetzt. Sie spielt eine wesentliche Rolle beim
Aufbau eines Bildes. Gelegentlich tauchen Lokalfarben auf in Verbindung mit
Figuren oder Schatten. Sie haben abbildhaften Charakter, sind aber in weitere
Farbschichten eingesenkt. Nichts soll vorhersehbar oder entlang von
Sehgewohnheiten und Traditionen formuliert sein. Farbe ist für mich
konstruktive Form und zugleich ständiges Experiment. "Es ist unmöglich, sich
rein psychisch auszudrücken. Der Akt des Sichausdrückens ist ein physischer
Akt, der den Gedanken materialisiert"". (Asger Jorn in 'Rede an die Pinguine',
Cobra Nr. 1, 1948) Die Themen sind traditionell: Menschliche Figur in dem sie
umgebenden Raum, Landschaft, gelegentlich Stillleben.
Die Malerei ist weder figurativ, noch abstrakt, noch beides. Ein eigener Weg
in der Darstellung wird gesucht im Bewusstsein der Unausweichlichkeit von
Tradition. Der eigenen Wahrnehmung als Erfahrung trauen, sich nicht festlegen,
Gegensätzliches zulassen - dieser Idee folgen die Bilder.
Christine Beck, Februar 2002
Verantwortlich für den Inhalt der Seite: Christine Beck. Seite erstellt am 06. April 2002.